Das schöne Wetter und der gute Wind scheinen nach dem tollen Mai und April aufgebraucht. Am Pfingstsamstag morgen kurz vor dem Start liess uns eine leichte Brise noch hoffen mindestens bis Meilen vorwärts zu kommen. Die Brise flaute jedoch ziemlich pünktlich zum Start zu vereinzelten Böen ab. Mit der Ad Novum starteten Samuel Haupt, Undine Lang und Christian Elsasser schlecht. Aber wie das halt so läuft bei Distanzfahrt und Vorwind start, die grossen Dickschiffe klauen mit ihren riesigen und schönen Spinackern den Wind. Vor Zollikon hat sich die Ad Novum parkiert. Werbetechnisch ist das lokal zwar effektiv. In der Regatta zogen aber leider ziemlich viele Boote vorbei. Hinterste Onyx, weit abgeschlagen. Sogar Ynglings zogen vorbei. Das wollten wir nicht auf uns sitzen lassen. Mit der nächsten Böe aus Süd zogen wir weiter und das sogar ziemlich gut. Wir holten dank der richtigen Seite rasch auf und überholten wieder zwei Onyxen. Doch kurz vor Meilen wartete die nächste Flaute. Im Schneckentempo überquerrten wir nach 4 Stunden das Zwischenziel und das war ja erst die Hälfte. Eine weiter Stunde dümpelten wir noch hundert Meter weiter wieder auf den See hinaus und dann hatten wir einfach nur noch Glück. Mit mehreren Privatböen zogen wir an zwei weiteren Onyxen vorbei und klinkten uns mitte See in einen stetigen Wind bis nach Rapperswil. Nach geschlagenen 7 Stunden 40 Minuten haben wir das Ziel endlich erreicht. Ein Segelmarathon der Extraklasse.